Windenergieanlagen erzeugen neben hörbaren Geräuschen auch tieffrequente Schallwellen, die unterhalb der menschlichen Hörgrenze liegen. Diese sogenannten Infraschallwellen haben Frequenzen unter 20 Hertz – das menschliche Ohr nimmt Schall erst ab etwa 16 Hertz wahr, während der Hörbereich bis rund 20.000 Hertz reicht. Alles darunter ist für uns nicht hörbar, aber technisch messbar.
Infraschall ist nichts Ungewöhnliches:
Er kommt in der Natur häufig vor, etwa bei Gewittern oder auch Wasserfällen. Auch im Alltag sind wir ständig von Infraschall umgeben – verursacht durch Straßenverkehr, Autos, Flugzeuge, Haushaltsgeräte wie Kühlschränke oder Klimaanlagen. Die Werte, die dabei entstehen, sind oft deutlich höher als die von Windkraftanlagen.
Wie stark ist der Infraschall von Windrädern?
Durch gesetzlich vorgeschriebene Mindestabstände zwischen Windkraftanlagen und Wohnhäusern liegen die Infraschallwerte weit unterhalb der Wahrnehmungsschwelle des Menschen. Messungen zeigen, dass die Belastung im Vergleich zu alltäglichen Quellen minimal ist.
Gesundheitliche Auswirkungen?
Langzeitstudien, unter anderem von den Landesämtern für Gesundheit in Bayern und Baden-Württemberg sowie internationale Untersuchungen, kommen zu einem klaren Ergebnis: Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass der von Windkraftanlagen erzeugte Infraschall gesundheitsschädlich ist. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht derzeit keinen Zusammenhang zwischen Infraschall in diesen Größenordnungen und gesundheitlichen Risiken.
Weiterführende Infos: Windenergie und Schall – Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg
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